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Wednesday, May 26

Ein kleiner Überblick
by
Bernd
on Wed 26 May 2010 15:06 BST
Nachdem ich mich nun seit 3 ½ Monaten in England befinde, wird es
doch langsam mal Zeit für ein kurzes Résumé.
Rückblickend
kann man durchaus sagen, dass die Erfahrung eines Praktikums in
England sinnvoll ist. Der Kontakt mit sehr vielen Kulturen ist einer
der Punkte, die in diesem Zusammenhang hervorzuheben sind.
Während
meines Praktikums in England lernte ich viele Unterschiede zwischen
unserer Kultur und der italienschen, englischen oder auch
griechischen Kultur kennen. Da ich persönlich keinen Kaffee trinke,
fand ich zum Beispiel die Zelebration der Zubereitung des Kaffees der
Italiener anfangs ein wenig amüsant. Dennoch lässt sich
feststellen, dass Italiener, zumindest die, die ich hier kennenlernen
durfte, ein sehr intensives Verhältnis zur Esskultur haben. Und das
ist auch gut so. 
Wenn
die italienische Fraktion Essen zubereitet, kann man sich sicher
sein, dass es qualitativ hochwertig sein wird und mit einer extremem
Sorgfalt vorbereitet wurde. Also in etwa so ähnlich wie Deutsche
arbeiten.
Kleiner
Scherz 
Die
Art des Umganges mit anderen Menschen ist auch sehr unterschiedlich.
Die Franzosen und Italiener pflegen stets einen sehr engen Kontakt,
welcher von einigen Kulturen manchmal ein wenig Missverstanden wird.
Die deutsche Art wird meist als relativ kühl empfunden. Aber nunja,
Vorurteile sind ja dafür da, um abgebaut zu werden, schließlich
sitz ich ja auch nicht in Lederhose hier und jodele morgens zum
Arbeitsbeginn. :)
Der
größte Unterschied oder sagen wir eher die Herausforderung eines
deutschen Studenten wird die Kommunikation sein. Diese ist im
Vergleich zu unserem Kommunikationsstil schon sehr unterschiedlich,
vor allem im Büro. Höflichkeit ist das oberste Gebot.
Als
ich in der Uni das erste mal Geschäftsbriefe eines englischen
Unternehmens sah, musste ich doch ein wenig schmunzeln. Phrasen wie:
“ Wir wären mehr als erfreut, Ihre zukünftigen Fragen umgehend zu
beantworten” würden in deutschen Geschäftsbriefen schon ein wenig
ungewöhnlich klingen, gar sarkastisch.
In
England ist dies ein klein wenig anders. Hier ist nicht immer alles
bierernst gemeint, was in einem Geschäftsbrief oder auch einer
Werbeanzeige steht. Man kann sogar fast sagen, dass vieles mit einem
Augenzwinkern gemeint ist. Im öffentlichen Bus ist zum Beispiel ein
Hinweis vorzufinden, dass Schuhe auf den Sitzen nichts zu suchen
haben, es sei denn, man wäre ein Glückpilz und die Schuhe seien
neu und noch im Schuhkarton verpackt :)
Falls
man unsere Ausdrucksweise 1:1 in die englische Sprache übersetzt,
wird sich das Problem ergeben, dass alles mehr oder weniger wie ein
Befehl klingt. Die direkte Ausdrucksweise ist in England nicht sehr
verbreitet, man muss ein Feingefühl entwickeln, wie man eine Anfrage
adequat ausdrückt und dabei den Höflichkeitskodex beachtet.
Um
all dies herauszufinden und für die internationale Arbeitswelt
gewappnet zu sein, sollte man sich ein Praktikum in England nicht
entgehen lassen.
Monday, May 17

Ein etwas anderer Workshop
by
Eva
on Mon 17 May 2010 19:02 BST
Bernd hat schon recht, dass wir in unseren letzten Beiträgen in erster Linie nicht über das Praktikum an sich berichtet haben. Dennoch: die Freizeitgestaltung gehört auch dazu! Was einen so grob im Praktikum erwartet, kann sich jeder noch etwa vorstellen. Ob aber nach Feierabend nur noch die Stunden gezählt werden, bis man endlich wieder ins Büro kann, um sich nicht mehr zu langweilen, ist eine ebenso berechtigte Frage. Inzwischen wisst ihr jedoch, dass dem nicht so ist! Irgendwas wird immer geboten und sonst nimmt mans eben selbst in die Hand ;) Wie auch immer, ich wollte euch heute von einem Workshop erzählen, der letzte Woche hier angeboten wurde. Thema war "Teambuilding". Auch ich hatte schon vorher manche Seminare dazu besucht und war gespannt, was mich hier in England dazu erwartet. Zuerst war es "wie überall": Wir wurden nach einer Definition für Teambuilding gefragt.. Dann aber wurden wir in zwei Gruppen geteilt, bekamen kurz eine Situation geschildert und hatten dann die Aufgabe dies in 10 Minuten als Show vorzubereiten! Das war auf jeden Fall eine Herausforderung, die wir aber gemeinsam gemeistert haben. Anschließend hatten wir 30 Minuten Zeit für eine Show ohne Themenvorgabe und wir durften Musik verwenden. Dieser Teil des Workshops hat mir persönlich am besten gefallen. Schade, dass es kein Video gibt, denn wir haben versucht in der Kürze der Zeit das, was einen Praktikanten in New Romney erwartet, kurz und witzig zusammenzufassen. Stimmt, ein Praktikum bei Studios92 bringt oft unvorhergesehene Ereignisse hervor :) So waren am Ende des Tages alle Praktikanten der Firma an diesem Workshop, bzw. besser gesagt an den Shows, beteiligt. Das nenn ich mal praktische Anwendung von Teamarbeit! Übrigens waren die Shows damit für diese Woche noch nicht beendet. Das letzte Wochenende war ein "Sunny Weekend", organisiert, damit wir uns alle etwas besser kennen lernen. Kleine Hinweise, über die Woche verteilt, verrieten uns, dass wir in Gruppen eine Choreografie vorbereiten mussten. Der Sieger wurde der neue New Romney Song. Wer weiß, vielleicht hast du in deinem Praktikum in England die Möglichkeit den Tanz zu lernen ;) Wir hatten jede Menge Spaß dabei! Am Sonntag gabs ein großes BBQ für alle und Eis zum Dessert hat auch nicht gefehlt. Mein Fazit dieser Woche: Theorie und Praxis, Spaß und Arbeit, lassen sich sehr gut kombinieren.
Bis zum nächsten Mal, Eva :)
Saturday, May 8

Anwendung der theoretischen Kenntnisse
by
Bernd
on Sat 08 May 2010 17:24 BST
Da
wir hier im Blog doch so langsam mal ein wenig vom Thema abschweifen,
dachte ich mir, dass ich meine Erfahrungen in Bezug auf die
Anwendbarkeit der theoretischen Kenntnisse unter die Lupe nehme.
Nachdem
ich gestern mit einer Freundin über dieses Thema eine längere
Diskussion hatte, sie befindet sich ebenfalls im 6. Semester im
Praktikum, dachte ich mir, dass die Ergebnisse dieser Diskussion
durchaus für Studenten interessant sind, die ein Praktikum in
England in Betracht ziehen.
Es
wurde relativ schnell klar, dass die Kenntnisse, die man an der
Universität oder Fachhochschule vermittelt bekommt, eine Grundlage
bilden, die für das Auftreten und Arbeiten in einem Unternehmen sehr
wichtig sind. Allerdings sind Theorie und Praxis 2 paar Schuhe. ( Wir
erinnern uns doch mal alle glatt an unsere Führerscheinprüfungen) 
Rückblickend
sind einige Kurse, die ich besuchte, sinnvoller als ich dachte. Ich
denke dort besonders an zahlreiche Kurse in Deutschland, in denen man
lange Präsentationen auf Englisch oder Spanisch halten musste oder
an den Kurs, bei dem ich Meetings simulierte.
Besonders
bei dem Kurs, der uns lehren sollte, wie man sich bei Meetings
verhält, kam ich ins Zweifeln. Nichtsdestotrotz verwende ich heute
bei meinem Praktikum in England die Vorlagen aus diesem Kurs z.B. für
die Erstellung des Protokolls des Meetings oder der Agenda. Die in
dem Kurs erlernten Formulierungen und Verhaltensweisen finden
Anwendung.
 Letzte
Woche war es meine Aufgabe, mit einem Arbeitskollegen eine
Präsentation über eine Return-on-investment Kalkulation, die ein
großes Projekt für die Accountingabteilung war, zu halten. Über 20
Mitarbeiter und ein Vorgesetzter waren anwesend. Überlebt habe ich
es dennoch. :)
Für
die Kalkulation waren Kenntnisse aus dem Kurs Controlling sinnvoll,
die Präsentationen in sämtlichen Kursen an der Uni halfen mir, die
herausfordernden Fragen des Vorgesetzten zu beantworten. Für die
Feldforschung, die wir für die Kalkulation betrieben, waren die
Unterrichtseinheiten der Mikro- und Makroökonomie lehrreich.
Alles
in Allem lässt sich sagen, dass ein Praktikum im Ausland eine gute
Möglichkeit ist, das erlernte Wissen der Universität oder
Fachhochschule anzuwenden.
Wednesday, May 5

Und schon ist wieder Mittwoch...
by
Eva
on Wed 05 May 2010 22:52 BST
Kennt ihr das auch?! Da hat die Woche kaum angefangen, ist sie auch schon wieder vorbei! Klar, das ist daheim auch nicht anders, aber hier in England kommt's mir im Moment noch extremer vor ;) Könnte daran liegen, dass ich wieder mal Überstunden sammel'. Wenn ich was angefangen hab, will ich's aber auch fertig bekommen! Zum Glück ist das kein Problem und wir können uns (abgesehen von den ersten Wochen im Praktikum) unsere Arbeitszeiten einteilen. So konnte ich gerade noch die deutsche Webseite über Internship UK aktualisieren: Praktikum LondonDie Parties bleiben hier aber auch nicht aus. Da einige diesen Monat ihr Praktikum beenden, stehen ganz viele Thank You Parties auf dem Eventkalender. Schließlich müssen neu gewonnene Freunde gebührend verabschiedet werden. Außerdem konnten wir in den letzten Tagen drei Newbies begrüßen. Newbies als Bezeichnung für alle neuen Praktikanten ist dabei keineswegs negativ gemeint. Im Gegenteil: oft gibt es kleine "Welcome Events" wie z.B. einen typischen Kuchen aus dem Land, aus dem die Newbies kommen. Aber mal zurück zur Freizeit: letzten Freitag war ich in Cambridge. Ehrlich gesagt hab ich etwas mehr von der Stadt erwartet. Die Uni hab' ich nicht gesehen (und für den Botanischen Garten wurde 3,50 £ Eintritt verlangt). Die Stadt an sich war eben "typisch englisch": historische Häuser und viele kleinen Gassen als Fußgängerzone. Gefällt mir auf jeden Fall besser als deutsche Großstädte :) Leider hat es gerade dann angefangen zu regnen, als ich mich in einen der Parks setzen wollte, aber wir wollen uns ja nicht beschweren. Seit gestern scheint wieder schön die Sonne - passend zu Beginn der Arbeitswoche. Hoffentlich hält das Wetter bis zum Wochenende. Bis dahin viele Grüße von der Insel! Eva :)
Tuesday, May 4

A rainy, rainy weekend
by
Stephanie
on Tue 04 May 2010 15:39 BST
Endlich!!! Endlich durften wir zur Abwechslung mal englisches Wetter genießen. Seit ich hier bin, gab es ja nur Sonnenschein. Manchmal war's grau und bewölkt; selten hat es geregnet. Das hat mich ja veranlasst, meinen Eltern zu schreiben, dass sie mir mal kurze Sachen rüberschicken sollen. Es war bisher einfach zu warm. Am Samstag kam also mein Paket an und das Wetter entschied sich ein bisschen mehr englisch zu sein.
Am Sonntag hat es fast nur geregnet. Ununterbrochen. :) Das ist doch mal ein Erlebnis.
Wir haben also das Wochenende zu Haus verbracht. Bei Wind und Wetter muss man nicht durch New Romney rennen. Nichts tun war am Anfang auch ganz schön,... aber nach 4 Tagen fühlt man sich irgendwie ausgelaugt. Ich hab mir am Freitag frei genommen, um ein paar Überstunden abzubummeln und gestern war Feiertag.
Was macht man also an verregneten Tagen in England? Man spielt Pool und Tischtennis ),wobei ich gestehen muss, dass wir uns nicht dazu durchringen konnten :P) und man schaut Filme. Ganz entspannt.
Ich wurde jetzt auch beauftragt die Thank You Cards für die Praktikanten zu malen, die uns bald verlassen. Ich hab meine Zeit also damit verbacht. Und ganz nebenbei haben wir ein wenig HTML gelernt :)
Kommendes Wochenende fahren wir nach Hastings. Da ist eine Art Timewalk, der einen in die Geschichte des Ortes zurück führt. Schmuggler und sowas... Ich bin mal gespannt, wie das wird. ^^ Und ich muss mir eine Sonnenbrille kaufen! (Ich hoffe ja, dass es ab Freitag nicht mehr regnet.)
Also Leute, freut euch auf den nächsten Bericht! Da gibt es dann wieder was zu erzählen.
Baba
Steph
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