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View Article  Parties und Hangover...

Halbzeit! 1 ½ Monate sind mittlerweile vergangen und es ist so viel passiert, dass es sich anfühlt wie ein ganzes Jahr.

Praktikum UK
Andererseits hätte es auch nur ein einziger Tag sein können, da die Zeit hier in New Romney irgendwie schneller vergeht.

Nach den 6 Wochen Praktikum merke ich zum ersten mal bewusst, dass mein Englisch besser geworden ist. Ich erinnere mich sehr viel schneller an englische Wörter und die „peinliche Stille“, wenn einem ein Wort fehlt, tritt immer seltener auf.

Leider träume ich immer noch auf Deutsch. Jeden Morgen muss ich mich erstmal ins Englische zurückfinden, was insbesondere dann schwer ist, wenn die Nacht zuvor eine Party war...

Hier in New Romney finden übrigens ständig Parties statt. Mit Foreshore, dem Haus am Meer, existiert eine ideale Partylocation. Jedes Wochende finden dort in dem großen Wohnzimmer feucht-fröhliche Feiern statt, die so gut wie nie vor Morgengrauen enden. Sonntags ist dann der wohlbekannte „Hangover-Tag“. Vor 1 Uhr mittags trifft man absolut Niemanden in Foreshore. Ab halb 2 kann man dann die ersten verkaterten Leute im Pyjama ( manchmal wird der Pyama auch einfach den ganzen Tag anbehalten!:-)) antreffen, mit denen man sich dann was Leckeres zu Essen zubereitet. Ab 3 Uhr werden dann die ersten Filme geguckt und das Internetnetz leidet zunehmend, weil einfach jeder online ist. Diese Sonntage sind besonders schön -solange die Kopfschmerzen nicht zu stark sind- da man seine Mitbewohner noch besser kennen lernt.

Ein Praktikum in New Romney ist also nicht nur gut um sein Englisch zu verbessern. Man lernt so viel über das Zusammenleben mit anderen Menschen und gleichzeitig natürlich auch über sich selbst.

Man merkt beispielsweise, dass andere Mädels ähnliche Probleme haben und es ihnen schwer fällt aus Diätgründen auf den guten Kuchen zu verzichten, der hier regelmäßig gebacken wird - dank des sensationellen Eventmanagementteams.

In einem Eventkalender werden alle Events festgehalten, die in den nächsten Wochen und Monaten stattfinden, unter anderem Ausflüge, Parties, spezielle Kuchenevents, Begrüssungsveranstaltungen für Neuankömmlinge und vieles vieles mehr. Das Eventteam hat in der Zeit, in der ich jetzt hier bin, großartige Arbeit geleistet. Die Parties waren alle einzigartig und ich bin immer wieder überrascht, was sie sich aus dem Ärmel zaubern. Letztes Wochenende war Valentine‘s Party. Das Wohnzimmer in Foreshore war unglaublich schön dekoriert, mit roten Tüchern an der Decke , einem Schokobrunnen mit Früchten und das absolute Highlight war ein Herz aus brennendem Holz auf der Terasse vor dem Wohnzimmer. Zu Trinken wurde „Sex on the Beach“ angeboten und alles in allem kostete die Party nur £5 für jeden, die Getränke inklusive. Perfektes Preisleistungsverhältnis würde ich sagen!

Ein anderer Höhepunkt der Party war, dass jeder mit seinem Partner einen Tanz einstudieren musste, den das Pärchen dann vor allen aufführen musste. Es war unglaublich lustig und auch toll, da ein paar richtige Könner darunter waren. Anschließend wurde das beste Pärchen ausgewählt.


Wenn ich mir den Eventkalender so anschaue, dann bin ich sicher, dass ich die kommenden 1 ½ Monate genauso genießen werde wie die vorhergehenden. Jedoch weiß ich leider auch, dass sie wohl auch ebenso schnell vergehen werden wie meine erste Zeit hier bei meinem Praktikum in New Romney...




View Article  Alle Bedenken unbegründet!

Meine Eltern wurden mit jedem Tag, den das Praktikum näher rückte,unruhiger.Ist die Firma auch wirklich seriös, was wird meine Tochter da den ganzen Tag machen? Wird Sie sich auch wohl fühlen?

Ich bin sozusagen das Küken der Familie. Meine große Schwester ist vor 7 Jahren ausgezogen und ich habe gerade erst mein Abi hinter mir, was bedeutet, ich wohne als einziges überbliebene “Kind” noch Zuhause.

Hinzu kommt, dass meine Schwester nie länger alleine im Ausland war. Ihr könnt euch also sicher vorstellen, was bei mir Zuhause los war.

Mein Vater hat dann schließlich angefangen im Internet zu recherchieren. Die Blogartikel, die er zum Thema Internship UK gefunden hat, haben ihn dann zwar letztenendes beruhigt, aber denoch konnte er sich nichts anderes vorstellen, als das ich in einer Art Callcenter arbeiten werde. Seine Horrorvorstellung war, dass Gift-tours und Studios92 wahrscheinlich nur Praktikumsplätze vorgibt, aber eigentlich billige Arbeitskräfte sucht, um ihre Produkte per Telefon anderen Leuten aufzuschwätzen.

Ich wurde natürlich auch zunehmend unsicherer, meine größte Angst war es, der einzige Praktikant der Firma zu sein und keinen Anschluss zu finden. Aber ein Zurück gab es nicht mehr, denn das Geld war überwiesen. 

Glücklicherweise sollte sich aber bald herausstellen,dass alle Bedenken vollkommen unbegründet waren!

Aber wenn ihr meinen ersten Blogartikel gelesen habt, dann wisst ihr jetzt, was zusätzlich noch in meinem Kopf herumspukte, als ich dann auch noch den Weg nicht gefunden habe. “Totally lost” ist einfach der beste Ausdruck dafür.



Praktika
England

Was mich dann hier, bei meinem Praktikum in New Romney erwarten sollte, war das komplette Gegenteil. Als ich das erste mal die Küche betrat – Überraschung...da saßen doch tatsächlich 2 sympatische Jungs so ungefähr in meinem Alter. Dann kam auch noch ein nettes Mädchen in die Küche, die mir gleich erstmal zeigte, wo ich die ganzen Fressalien finde. Mein Vertrauen war damit gewonnen: Nette Leute, Essen...ääh, was will man im ersten Moment mehr?


Anschließend wurde ich zu dem Haus chauffiert, in dem ich den nächsten Monat leben würde. Geradeaus die Straße entlang, dann links auf die Coast Road und ich konnte es kaum glauben: das Haus liegt direkt am Meer... .

Mein Zimmer sollte ich mir mit einer Italienerin teilen. Sie stellte sich als super lieb und hilfsbereit heraus. Volltreffer!

Da blieb dann nur noch die Sache mit der Arbeit....Callcenterarbeit oder nicht? Den ersten Tag in meinem Praktikum bekamen wir sehr viel Informationsmaterial zu den Sicherheitsvorschriften im Office,zum Umgang mit den Anderen und schließlich auch Infos zu dem Department für das man sich beworben hatte.

Ich hatte mich für Translation beworben. Nach einem kleinen Test am Abend bin ich dann erstmal hundemüde ins Bett gefallen. Einschlafen war jedoch ganz schön schwierig mit den ganzen englischen Wörtern, den neuen Eindrücken und der Vorfreude auf die nächsten Tage im Kopf...

   

View Article  Ankunft in England mit Hindernissen

praktika england

Wenn ich auf das Datum unten rechts auf meinen PC schaue, kann ich es kaum glauben, am Sonntag bin ich schon einen Monat hier in New Romney und hab 1/3 meines Praktikums hinter mir. Die Zeit ist einfach nur so dahin geflogen. Ich weiß noch ganz genau, wie ich hier am 3.Januar 2010 angekommen bin, mit einem riesengroßen Backpacker-Rucksack und einem noch größeren Koffer...


Meine Ankunft, hier in England, war leider nicht so einfach, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ich bin einen Tag vorher in Heathrow gelandet und wollte die erste Nacht bei Freunden verbringen. Es lief auch alles wie am Schnürchen bis ich bei der letzten U-Bahn Station angekommen bin, von der aus ich zu Fuß zu der Familie kommen wollte.


Tja, blöderweise wurde mir gerade erst in diesem Moment klar, dass ich vergessen hatte, den Weg zu googeln. Also stand ich bei gefühlten -20 Grad mit meinem ganzen Gepäck an der U-Bahn Station und dachte mir: Okay, ist der Weg zu meiner Linken oder die Straße gegenüber schöner...? Ich muss schon sagen, dass war ein sehr interessantes Gefühl, so ganz alleine, ohne jeden Plan dazustehen. Ein Gutes hatte es auf jeden Fall, dadurch lernte ich schon am ersten Tag die Hilfsbereitschaft der Engländer kennen!


Ich ging einfach der Nase nach und hoffte einfach zufällig auf die Straße zu stoßen. Um gleich schon direkt bei der Familie anzurufen, was das Sinnvollste gewesen wäre, dazu war ich zu stolz.


Nach ca. 1km bezweifelte ich den Erfolg dieser Strategie und ging in ein Geschäft, um nach dem Weg zu fragen. Der Besitzer war so freundlich und googelte mir den Weg, nur leider konnte er die Karte nicht ausdrucken, also erklärte er mir, dass ich doch den Bus nehmen soll und dann von da aus......was danach kam hab ich ehrlich gesagt nicht mehr verstanden, dass ging in dem britischen Akzent und in meiner Müdigkeit unter....


Aber auf zum nächsten Ziel der Schnitzeljagd! Ich stieg also in den nächsten Bus, der an der Bushaltestelle ankam, einfach nur noch aus Verzweiflung und wiederum mit der naiven Hoffnung den richtigen Weg einzuschlagen. Glücklicherweise hat mich der nette Engländer, aus dem Geschäft, gesehen und zog mich regelrecht aus dem Bus- zu meinem Glück, da er in die entgegengesetzte Richtung gefahren wäre. Ich hätte diesen Mann wirklich umarmen können – er setzte mich anschließend nicht nur in den richtigen Bus, nein, er sagte sogar dem Busfahrer, dass er mir Bescheid geben soll, wann ich raus muss!


Jetzt sollte ich eigentlich schreiben: Und schließlich fand ich den Weg ohne Probleme. Dies war aber leider nicht der Fall. Ich musste noch einen Sportwagen mit 2 jungen Männern anhalten um schon wieder nach dem Weg zu fragen (wenigstens hab ich gleich schon am ersten Tag so viel Englisch wie möglich geredet! ). Sie hatten einen Laptop dabei, in dem ich mir den Weg selbst anschauen konnte... Juhuu, mein Tagesziel rückte näher!


Letztenendes kam ich 2h später an, total durchgeforen und hungrig mit ein bisschen Bammel vor dem nächsten Tag, da ich absolut keine Ahnung hatte, was mich in meinem Praktikum in New Romney erwarten würde...



Was lernen wir daraus? Plane deine Reise im Voraus!   


- Jannike aus Deutschland