Heute ist mein letzter Arbeitstag im Rahmen meines Praktikums und zu wissen, dass ich New Romney morgen verlassen werde, hinterlässt ein mulmiges Gefühl in meiner Magengrube.
Als ich hierher gekommen bin, sind mir zwei Monate ewig vorgekommen. Zwei Monate in einer kleinen Stadt an der Küste Englands mit fremden Menschen und viel Arbeit. Doch die Zeit ist wie im Fluge vergangen und die zwei Monate sind mir wie zwei Wochen vorgekommen!
Ich nehme viel aus New
Romney mit – unter anderem einen wahnsinnig vollen Koffer, weil
Ashford und London mir zu viele Shoppingmöglichkeiten geboten haben.
Ich habe sehr viel gelernt. An meinem ersten Tag sind mir all die HTML Codes mit denen wir jeden Tag arbeiten wie chinesische Schriftzeichen vorgekommen, jetzt ist die Arbeit mit ihnen völlig selbstverständlich. Ich habe einen Einblick in den Bereich Marketing bekommen, gelernt, worauf man beim Erstellen einer Homepage achten muss und wie man ein Produkt am besten verkaufen kann. Ich kann also zufrieden auf meine Zeit hier zurückblicken und sicher sein, dass mein Praktikum seinen Zweck erfüllt hat.
Seit einer Woche fragen mich alle, ob ich mich auf zu Hause freue, aber die Antwort darauf fällt mir nicht so leicht. Natürlich freue ich mich auf meine Familie und meine Freunde, aber nach Hause zu fahren heißt auch, mich von all den wundervollen Menschen zu verabschieden, die ich hier kennengelernt habe. Und dieser Teil ist wohl der schwierigste an diesem ganzen Praktikum! Schwieriger als jeden Morgen aufzustehen, schwieriger als mit HTML Codes zu arbeiten auf jeden Fall schwieriger als sich in einer komplett neuen Umgebung einzuleben. Zwei Monate scheinen auf den ersten Blick eine kurze Zeit zu sein, doch zwei Monate reichen, um wundervolle Freundschaften zu schließen, die man nur ungern zurücklässt.
All diese wundervollen
Freundschaften sind auch der Grund dafür, dass ich New Romney in
etwa 24 Stunden verlasse und trotzdem noch nicht gepackt habe –
Abschiedsparties hatten Vorrang und Koffer packen ist bei weitem
nicht so lustig wie Parties zu feiern.
Und auch diese werde ich vermissen!
- Birgit aus Österreich
