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allenmax - Sat 10 Dec 2011 05:53 GMT 
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My work experience - Mon 24 Oct 2011 15:47 BST 
Praktifant - Thu 06 Oct 2011 17:57 BST 
Julia Stegmaier - Fri 30 Sep 2011 17:50 BST 
View Article  Niemals zu alt für ein Praktikum im Ausland

Mein Name ist Jumana,

ich bin 48 Jahre alt und lebe seit 27 Jahren in Deutschland. Geboren bin ich aber in Syrien/Daraa.
Mein Vater arbeitete während meiner Kindheit in Ost-Berlin und ich besuchte ihn jeden Sommer mit meiner Mutter und meinen Geschwistern. Da mein Vater wonanders arbeiten musste vergingen 10 Jahre bis ich 1983 wieder nach Ost-Berlin kam.

Zu dieser Zeit arbeitete  mein Vater wieder in Berlin und ich war inzwischen 19 Jahre alt. Leider hatte ich die deutsche Sprache verlernt, die ich als Kind so gut beherrschte. Ich konnte gerade mal "Hallo" und "Auf Wiedersehen" sagen.

Meinem Vater gelang es einen Studienplatz für mich an der Freien Universität (FU) West-Berlin zu finden. Allerdings musste ich zuerst  das "Studien College" besuchen, dass mit dem deutschen Abitur vergleichbar ist, bevor ich direkt an der FU mit dem Studium anfangen konnte.

Ich lebte also in Ost-Berlin und studierte in West-Berlin. Es war nicht möglich meinen altmodischen Vater zu überreden, mir ein Zimmer in West-Berlin zu mieten, welches in der Nähe der FU lag. Also musste ich zwei Jahre lang - jeweils zwei Stunden - zwischen Ost- und Westberlin hin und her reisen.

Es war eigentlich nicht schwierig mit meinem Ausweis nach West-Berlin zu reisen. Ich brauchte an der Grenze nicht zu lange warten, man ließ mich schnell und einfach passieren. Es war mir aber unangenehm, da manche älteren Menschen, die in den Westen reisen durften, in einer sehr langen Schlange warten mussten. Um mein schlechtes Gewissen zu beruhigen, kam ich auf die Idee, diesen Leuten mit ihren schweren Taschen, vollgepackt mit Geschenken für ihre Verwandten auf beiden Seiten der Mauer, zu helfen. Damals war ich noch sehr jung, hatte aber bereits erkannt, dass das nicht ewig so bleiben würde, und fragte mich das erste Mal, ob ich mich je zu alt für einen Besuch meiner alten Heimat fühlen würde.

Das Reisen gehörte also in der Vergangenheit zu meinem Leben und ich habe wirklich viel von der Welt gesehen. Viele Jahre lang hatte ich einen gut bezahlten Job, lebte in einer glücklichen Ehe und  war zufrieden, mit dem was ich erreicht hatte.

Die Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt hat sich jedoch in den letzten Jahren geändert und es ist jetzt schwieriger geworden eine gute Festanstellung  zu finden. Meine Versuche mich beruflich umzuorientieren, schlugen leider fehl. Letztendlich habe ich beschlossen,  mich weiterzubilden, um mehr Chancen auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu haben.

Deshalb war es auch keine schwierige Entscheidung für mich, ein Praktikum in New Romney Kent/England zu machen. Dies ist ein Teil meines schulischen Programms an einer Schule namens BBQ, an der ich zur Zeit eine Weiterbildungsmaßnahme als Fremdsprachen-Korrespondentin mache. Dankenswerter Weise wird dieses Programm von der europäischen Union finanziert.

Ich war im Internet auf der Suche nach einem Praktikumsplatz und fand schnell Internship-UK. Ich kam nach New Romney um meine englischen Sprachkenntnisse zu verbessern und mich auf die bevorstehende Prüfung, die im Januar nächsten Jahres bei der IHK-Berlin stattfinden soll,  vorzubereiten.


Jetzt bin ich mittlerweile die fünfte Woche hier in New Romney und denke schon jetzt über den Tag der Abreise nach, wenn ich nach Hause fahren muss und all das vermissen werde. Ich übertreibe wirklich nicht wenn ich sage, dass ich hier meine zweite kleine Familie gefunden habe. Im Büro sind wir ein Team und helfen uns gegenseitig und mittags kochen und essen wir gemeinsam. Und selbst an den Abenden verbringen wir unsere Zeit gemeinsam, ob wir nun zusammen in den Club gehen und tanzen bis uns die Füsse weh tun, oder einfach nur vor dem Fernseher sitzen und auf der Couch chillen.

In der Firma gibt es verschiedene Abteilungen: CRM (Customer Relationship Management), Accounting oder die Übersetzungsabteilung, Marketing, Human Ressources und IT.

Aus vielen verschiedenen Ländern kommen Menschen hierher, um hier ein Praktikum zu absolvieren. Die meisten bleiben zwischen drei und sechs Monaten, um eine einmalige, erfreuliche und lehrreiche Erfahrung zu machen bevor sie wieder gehen. Die Zeit ist viel zu kurz und vergeht viel zu schnell in New Romney. Gern würde ich noch länger hier bleiben. Vor allem die Spaziergänge am Strand und die freundlichen Menschen, die man hier zurücklässt, werde ich vermissen.

Ich lerne hier sehr viel bei Internship-UK. Je mehr ich bereit bin zu geben, desto mehr kann ich auch für mich mitnehmen. Das meint nicht nur das rein fachliche Wissen, sondern auch die ganz persöhnlichen Erfahrungen, an denen man wächst und mit denen sich der eigenen Horizont erweitert.

Eines ist sicher: Das wird nicht das letzte Mal für mich hier in New Romney sein. Am liebsten würde ich für immer aus Berlin hierher ziehen und hier leben und arbeiten wollen. Träumen soll dem Menschen erlaubt sein. Und das wäre MEIN Traum.
View Article  November: Die Verabschiedung von New Romney und von der Internship UK

Gedanken der letzten Tage




Diese Stadt so klein und so ruhig wie sie ist, sie wird mir fehlen. Es tut mir gut hier zu sein vor allem nach einem langen Wochenende in London, tut diese Stadt mir einfach gut. Kein Stress, keine Hektik und die frische Meeresluft, als hätte man andauernd ein gekipptes Fenster, das dezent lüftet ohne zu stören. Geschweige von den Menschen, die hier leben und speziell die Menschen, die in der Internship UK und Traveltura arbeiten. Diese Menschen geben diesem Ort noch dazu die Würze und machen es zu etwas besonderem.

Diese Stadt, unabhängig von ihren Sehenswürdigkeiten, strahlt sie so eine Ruhe, Geborgenheit und Sicherheit aus. Nicht zu vergleichen mit den verschlafenen Städten in Deutschland der gleichen Größe. Hier wohnen junge Familien mit kleinen Kindern und sehr vielen junge Menschen, die man nur in der frühe sieht, wie sie zur Arbeit oder zu Schule eilen und natürlich auch ältere Menschen aber nicht ausschließlich, wie es meistens in Deutschland der Fall wäre. Alleine dass, wenn ich meistens alleine auf der Straße bin, ohne Angst zu haben, wenn ich nach Hause auch spät in der Nacht laufe. Am Anfang konnte ich nicht glauben, dass keiner mich irgend wie belästigen wird. Eine Frau alleine nach Mitternacht unterwegs, das interessiert hier überhaupt niemanden. Die Menschen fingen an sogar nach ein paar Tagen mich auf der Straße zu grüßen, als hätte ich immer dazu gehört. Wenn ich daran denke, das ich am Tage meiner Ankunft abends, mich zu ängstlich und verloren gefühlt habe, da lache ich heute darüber, dabei war es an diesem gemeinten Sonntag der Ankunft nicht mal acht Uhr abends. Wenn ich gewusst hätte, das es in dieser Stadt so sicher ist, da hätte ich mich überhaupt nicht gefürchtet oder aufgeregt, dass der Bus mich einfach mitten in einer leeren Straße abgesetzt hat.


New Romney war einmal eine Hafenstadt, der Hafen war neben der Kirche, jetzt ist der Hafen nun mehr als eine Meile von hier entfernt. Das wäre dann das Hauptquartier der Romney, Hythe und Dymchurch Railway. New Romney hat zur Zeit 6.953 Einwohner. Es gibt auch in der Nähe ein Old Romney, da es aber weit weg von der Küste war, gründete man die Hafen Stadt New Romney. Ein großer Sturm 1287 hätte beinahe die Stadt zerstört. Der Hafen und die Stadt wurden mit Sand, Schlick und Schlamm bedeckt. So weit geht die Geschichte dieser Stadt zurück.

Allerdings war es immer schwierig mit den vielen Kanälen und den Sandbänken zu navigieren und um die Navigation zu erleichtern wurden zwei große Felsen am Eingang des Hauptkanals platziert. Die Namen der beiden Ortschaften in der Region, Greatstone und Littlestone erinnern noch daran.


New Romney heute ist ein Geheimtipp für Erholung, wenn man den
Romney, Hythe and Dymchurch Railway (RH&DR) mal ausprobieren möchte, was keine einfache langweilige Touristen Attraktion ist, sondern eine sehr gute Möglichkeit, New Romney schnell und effektiv zu entdecken. Sollte man auf jeden Fall mal erlebt haben.


Nun ist heute der letzte Tag für mich hier auf Arbeit und ich fahre am Freitag von hier mit gemischten Gefühlen fort. Ein weinendes Auge und ein lachendes Auge - ein weinendes Auge, weil ich wirklich hier alles vermissen werde. Mein Haus in Windsor Mews ließ mich für drei Monate das Gefühl haben, zu Hause zu sein und weil diese kleine Stadt und die Menschen, die in der Internship UK arbeiten und die ich zurück lassen muss, werde ich vermissen. Aber auch das lachende Auge, weil ich meine Familie auch vermisse und mich wirklich darauf freue wieder daheim zu sein.

Eins ist sicher, das ist nicht das letzte Mal, dass ich England/London/Kent/New Romney besuche. Ich habe hier sehr viele Freunde gewonnen und hoffe auch in Berlin zu sehen, aber auch wieder sie besuchen zu dürfen.

View Article  Oktober 2011 – Der Ausflug nach London

London mit Sohnemann entdecken!




Dieses Wochenende geht es wieder nach London. Ich habe am Sonnabend dafür vorgearbeitet, weil ich wusste , dass mein Sohn mich besuchen kommt. So konnte ich den Freitag mir frei nehmen und ihn in London treffen. Ich habe mir über meine Schule ein Bahnticket kaufen lassen, von Ashford nach London und zurück, die sehr günstig war zum Vergleich zu den Ticketpreisen hier.


Es war ein sehr sonniger Tag und richtig schönes Wetter. Also nahm ich den Bus nach Ashford und von dort den Zug nach London und stieg in der Station London Bridge aus. Die Fahrt mit dem Zug bis London Bridge dauerte etwa 1 Stunde.


Und da steht sie so riesig und historisch, wenn man bedenkt, dass diese Brücke bis ins Mittelalter, seit 1209, die einzige Überquerungsmöglichkeit der Themse war, bis zur Eröffnung der Westminster Bridge im Jahr 1750. Diese Brücke ist heutzutage eine Straßenbrücke, die die City of London auf der Nordseite mit dem Stadtteil Southwark auf der Südseite verbindet.


Ich war schon voller Erwartungen meinen Sohn dort zu treffen. Und da stand er auch schon mit einem Camcorder in der Hand. Das war einfach toll ihn wieder zu sehen. Ich glaube mein Sohn hat mich ganz schön unterschätzt, weil er so überrascht war, dass es so gut geklappt hat und das ich den Weg zu ihm gefunden habe.


Na ja, geplant war, dass wir uns gemeinsam ein Zweibettzimmer in London nehmen, um für eine Nacht dort zu bleiben, bevor wir uns nach New Romney auf den Weg machten. So fuhren wir mit dem Taxi direkt zum Hotel, um als erstes die Unterbringung zu sichern. Da es ja in London nicht so einfach ist, kurzfristig etwas freies zu finden, ist auch kein Wunder bei ca. 6,9 Millionen Einwohner.

Da bin ich auch meiner Kollegin Sara aus Spanien dankbar, dass sie uns dabei behilflich war. Leider hatte ich keine EC Karte mit, sonst hätten wir gleich von unserer Firma Traveltura buchen können. So war es auch beim ersten Hotel zu spät beim zweiten hat es dann Gott sei Dank geklappt. Leider ein sehr kleines Zweibettzimmer im Keller mit einem sehr kleinen schmalen Fenster und einem Waschbecken. Das Bad und WC mussten wir uns mit anderen teilen und das alles für einen stolzen Preis von 65 Pfund, ach ja plus 5 Pfund für einen kabellosen Internetanschluss.


Anschließend machten wir uns auf dem Weg wie geplant, die Londoner City zu entdecken. Da mein Sohn schon einmal mit ein paar Freunden in London war, wollte er auf keinen Fall die Sightseeingtour noch einmal mitmachen, also entschieden wir uns die Tube bis zum Charing Cross zu nehmen und liefen Richtung Downing Street entlang Whitehall, Parliament Street, Bridge Street und schließlich Westminster Bridge und ließen alles auf uns einwirken. Die gewaltige Architektur entlang der historischen Gebäuden. Schräg gegenüber der Downing Street konnte man das London Eye, auch (Millennium Wheel) genannt, auf der anderen Seite des Flusses sehen, so weit weg und doch so gewaltig und nah. Bei Nacht leuchtete das Riesenrad am schönsten und warf seinen Schatten auf die Themse.


Der berühmte Big Ben mitten im Parlamentsgebäude und wir daneben. Ich musste dabei an meinen verstorbenen Vater denken. Solange ich denken kann, hat mein Vater die BBC-Nachrichten auf arabisch im Radio gehört, um Punkt 5 Uhr in der früh „Ding Dong“ bevor er irgendjemand Guten Morgen sagen konnte. Er saß mit meiner Mutter auf der Couch im Wohnzimmer mit einer kleinen Tasse arabischen Kaffee in der Hand und wehe einer hält ihn davon ab. Und ich stand davor und hatte Tränen in den Augen. So etwas muss man erst einmal erlebt haben. Ich freue mich schon darauf mein Erlebtes hier in England meiner Familie in Deutschland und in Syrien zu erzählen.


Es war schon nachmittags und wir waren mittlerweile müde und hungrig, da haben wir uns entschieden zum Chinatown der Araber zu fahren zum Edgware Road. Also fuhren wir mit der Tube vom Westminster bis zu der Station Baker Street. Oh mein Gott, da war die Tube aber voll und stickig und das aller Beste, es war nicht möglich die Fenster zu öffnen, da lernt man wirklich die Berliner U-Bahn zu schätzen. Es war so eng, dass Eltern mit kleinen Kinder aussteigen mussten, weil die Kinder angefangen haben zu weinen. Schrecklich, na ja von Baker Street bis zum Edgware Road war es halt ein 10 minütiger Weg und wir waren mitten in Istanbul oder sonst wo, bloß nicht London dachte wir uns. Wir suchten uns ein libanesisches Restaurant aus und fingen an für ein paar Stunden zu schlemmen. Anschließend nahmen wir in einem kurdischen Straßencafé einen Tee und mein Sohn bestellte sich dazu eine Wasserpfeife. Da saßen wir auf dem Bürgersteig mitten im arabischen Flair und beobachteten die Passanten und den Verkehr und das Ganze für mehr als eine Stunde, herrlich.


Abends kamen wir im Hotel an, vollgefressen und vollbeladen mit arabischen Süßigkeiten, die wir noch da kaufen konnten. Am nächsten Tag sind wir früh aufgestanden, um rechtzeitig, bevor wir ausschecken mussten, die Chance zu haben, ins Bad zu kommen. Und so machten uns auf dem Weg nach New Romney, denn schließlich will mein Sohn ja wissen, wo seine Mama bei der Intership UK wohnt und arbeitet.

























View Article  September: Die Ankunft in New Romney auf Arbeit und in der WG
Zu hause in New Romney/Windsor





Die Stadt New Romney ist eine kleine verschlafene Stadt an der Südküste Englands ungefähr 1 ½ Stunden entfernt mit dem Zug von London. Das Erste, was mir aufgefallen war als ich auf dem Weg nach Ashford in Folkstone umsteigen musste, waren die Seemöwen, die extrem laut waren, wobei ich auch zugeben muss, dass ich deren Krach nach ein paar Tagen nicht mehr realisierte.


An einem Sonntag hier anzukommen, war für mich nicht unbedingt schön, da die Busse abends nur nach New Romney Center fuhren und nicht mehr nach New Romney/Littlestone Street. Deshalb würde ich nicht empfehlen am Wochenende hier anzukommen. Am Sonnabend fährt immerhin der letzte Bus um 17:20 Uhr von Ashford Richtung New Romney. Außerdem würde ich auch raten von Ashford aus den Bus zunehmen und nicht von Folkstone, von da aus benötigt man zwei Busse und es ist auch ein wenig umständlich.


Ich habe mich auch schnell in der Wohngemeinschaft eingelebt. Mein Zimmer ist riesig und schön hell mit zwei Fenstern und mit zwei Betten ausgestattet. Das war ja auch schön als mein Sohn mich hier übers Wochenende besuchte. Ja diese Möglichkeit besteht auch, dass man Besuch bekommen darf für ein sehr günstigen Preis mit Verpflegung. Eine wunderbare Sache. Das hat mein Sohn für zwei Tage nutzen können. Das beste an dieser Wohngemeinschaft war, dass sie eine reine Mädchen WG ist. Da ging mein Herz auf, da ich natürlich streng erzogen wurde und die Männer nicht unbedingt im gleichen Haus sein sollten. Ja übrigens, das Haus ist ein Traum, ich fühlte mich gleich wie zu Hause, da es dort alles gibt, was man so braucht. Das Wohnzimmer mit einem riesigen Flachbildfernseher. Außerdem haben wir eine Waschmaschine und einen Trockner, ich sage euch Luxus pur. Einen Staubsauger und ein Bügeleisen haben wir auch mit einem Bügeltisch und in der Küche gibt es auch alles von Wasserkocher, einen Toaster, einen Herd, einen Backofen und eine Mikrowelle und ein Telefon- und Internetanschluss, wo bei wichtig zu erwähnen ist, dass das Telefon nur für ankommende Anrufe ist. Das einzigste was ich hier vermisst habe und auf Arbeit, ist eine richtig nette deutsche Kaffeemaschine. Nicht zu vergessen das Haus hat ein Gäste-WC, ein geräumiges Bad mit Badewanne, einen schönen gemütlichen Garten mit Gartenmöbel und eine Garage.


Da ist sogar unsere Putzfrau Joanne, die einmal in der Woche vorbeikommt und nach dem rechten schaut. Ich meine für andere mag das alles selbstverständlich sein aber nicht für mich. Ich habe gelernt nichts als selbstverständlich hinzunehmen. Für jedes Haus gibt es so, wie auf Arbeit eine Liste der Aufgabenverteilung im Haus und einen Verantwortlichen, der nach dem rechten schaut. Das finde ich sehr toll.


Meine Mitbewohnerinnen sind sehr nett und hilfsbereit. Fatima kommt auch aus Deutschland/

Heidelberg ihre Eltern kommen aus dem Libanon. Winni kommt auch zufälliger Weise aus Deutschland/Heidelberg ihre Eltern sind aus Vietnam. Lustig, das sie sich von der Uni schon kannten aber nie miteinander gesprochen haben. Da sind noch Samira aus Frankreich aber marokkanischer Abstammung, kann aber leider kein arabisch und Julia ist auch zufällig aus Deutschland/Heidelberg. Obwohl die drei Fatima, Winni und Julia schon eine Weile vor meiner Ankunft eine Clique waren, haben sie mich mit offenen Armen in die Gruppe mit eingebunden als hätte ich immer dazu gehört. Die beiden Samira und Julia haben woanders gewohnt aber uns sehr oft besucht. Wir waren wie eine kleine Familie. Ach wie gerne und oft werde ich an diese Abende zurückdenken, die ich mit meinen Mädels auf der Couch verbracht habe. Eine von den beiden hat uns etwas Leckeres in unserer schönen Küche gekocht gehabt und dann saßen wir abends und haben uns einen schönen englischen Film vor dem Fernseher oder aus dem Internet angeschaut und das Allerbeste war, dass es immer mit englischen Untertitel war.


Leider waren die Mädels schon vor mir da und ich hatte noch drei Wochen mit ihnen zu verbringen. Aber eins ist sicher, wir sind jetzt Freunde für das Leben. Sie haben auch alle Versprochen mich in Berlin zu besuchen und darauf freue ich mich schon.


Im Büro bin ich im Marketing Departement mit den Mädels zusammen und mit anderen Jungs aus Frankreich. Am Anfang musste ich sehr viel über die Firma lesen und über ihre Sicherheitsvorschriften, Bestimmungen, Regeln und Verhalten bei Gefahren- und Feuersituationen.


Da die Firma unter anderem auch eine Hotelbuchungsfirma ist, mussten wir in den ersten Wochen Information und Recherchen über Hotels in Europa sammeln und die ins englische übersetzen und anschließen mit der Seite der Firma verbinden.


Das schöne hier ist, dass man selber entscheiden kann, in welcher Schicht man arbeiten möchte. Es gibt die Morgenschicht von 8 – 17 Uhr, die Gleitzeitschicht von 9 – 18 Uhr oder die Abendschicht von 13 – 22 Uhr. Mann kann auch selber entscheiden, ob man am Wochenende arbeiten möchte oder nicht und wann man die Kochschicht oder die Saubermachschicht übernehmen möchte.


An den Wochenenden habe ich meistens frei, es sei denn ich hatte freie Tage mir gegönnt und muss am Wochenende stattdessen nacharbeiten. Meistens nutze ich das Wochenende um ein Ausflug nach London zu machen oder die Zeit zu nutzen New Romney zu erkunden und entlang des schönen Strandes spazieren zu gehen. Ja das Meer und die Gezeiten haben mich immer dort hingezogen. Der Strand hier ist steinig und schön bei dem Strand wandern fand ich viele schönen Steine und Muscheln. Die Frage ist, wie kann ich alle Steine nach Berlin mitnehmen?


Nach drei Wochen habe ich mich entschieden meine Schule zu fragen, ob ich meinen Aufenthalt hier verlängern darf. Ursprünglich war es so geplant, dass ich nur vier Wochen in England bleibe und anschließend dann acht Wochen in Berlin eine andere Praktikumsstelle antrete. Aber ich dachte mir fragen kostet nichts. Und so war es auch, dass ich endlich die Genehmigung bekam hier mein Praktikum um weitere 8 Wochen zu verlängern und darüber bin ich jetzt sehr froh.


View Article  Die Geschichte einer grossen Liebe

Warum befindet sich die Fima Internship UK in New Romney? Diese Frage ist relativ einfach zu beantworten: Weil der Gruender der Firma hier lebt. Waeren wir bei einer Quiz-Show koennten wir jetzt schnell und einfach eine Menge Geld gewinnen. Denkste!

Die Antwort ist natuerlich richtig, aber darauf kommt es gar nicht an, denn es gibt noch eine andere Antwort, die alle anderen in den Schatten stellt und eine andere Sicht auf die Dinge zulaesst. Diejenigen Quizteilnehmer, die die erste Antwort gewaehlt haetten, liegen keineswegs falsch, sie haben nur ein paar entscheidende Dinge ausser Acht gelassen...

Und hier kommt sie, die allesumfassende Antwort:

New Romney und Internship UK sind sehr eng miteinander verbunden. An einem anderen Ort waere die Firma nicht das, was sie heute ist. An einem anderen Ort koennte sie in dieser Art ueberhaupt nicht existieren. Ohne Internship UK waere auch New Romney nicht so wie wir es kennen. Das kann man schon sehen, wenn man nur die beiden Namen miteinander vergleicht und kombiniert.

Man nehme die Buchstaben

i n t e r n s h i p u k

und setze sie neu zusammen (bitte beachten: ein n muss durch ein w ersetzt werden, sonst funktioniert es leider nicht). Was dabei herauskommt ist folgendes:

n e w r u k i s t h i p (zu deutsch: n e w r o m n e y, u k i s t h i p oder auch: New Romney in Grossbritannien ist toll).

Dieses kleine Wortspiel zeigt definitiv dass New Romney und Intership UK untrennbar sind und eine geheimnisvolle und spezielle Verbindung haben, die wir nicht erfassen koennen.

Natuerlich gibt es auch noch viele andere Gruende weshalb New Romney ohne Internship UK wie Salz ohne Pfeffer waere.

Auf den ersten Blick ist New Romney ein kleiner Ort am Ende der Welt. Man kommt sich vielleicht sogar vor wie in der Verbannung, denn ausser Strandspaziergaengen und Golfspielen scheint hier nichts geboten zu sein. Strahlender Sonnenschein ist hier eher selten und am Strand blaest der Wind ununterbrochen. New Romney scheint klein, unscheinbar und langweilig zu sein.

Studenten, die ihr Auslandspraktikum in New Romney absolvieren wollen und zum ersten Mal zu uns kommen, wissen anfangs auch nicht, ob sie wirklich richtig sind. Von aussen sieht das Buero aus wie ein Hotel. Man kommt durch die Kueche herein und sieht meistens zwei Praktikanten, die gerade kochen. Da fragt man sich zum ersten Mal: „Habe ich mir auch wirklich die richtige Adresse aufgeschrieben?“

Riskiert man jedoch einen zweiten Blick und schaut hinter die Fassade, dann erkennt man die Vielfalt und den Charakter New Romneys und den von Internship UK. Das Sprichwort „klein aber fein“ passt wie die Faust aufs Auge, denn obwohl New Romney ein kleiner Ort ist, gibt es hier doch viele verschiedene Freizeitbeschaeftigungen. Sehenswert sind Sonnenaufgaenge am Strand oder auch einfach nur der Gezeitenwechsel, die High Street und die Romney, Hythe & Dymchurch Railway. Ein kleiner Ausflug mit diesem Miniaturzug ist ein Muss, wenn man in New Romney lebt. Abends geht man in „The Ship“, einen Pub im Zentrum. Alle diejenigen, die sich sportlich betaetigen wollen, koennen Mitglied in der Marsh Academy werden. Dies ist ein Fitnessclub der die verschiedensten Sportarten anbietet.

Internship UK ist genauso vielfaeltig und facettenreich wie New Romney selbst. Alle Praktikanten kommen aus unterschiedlichen Laendern und unterschiedlichen Kulturen um ihr Praktikum in England zu absolvieren. Das Team ist international und durch den taeglichen Umgang mit Menschen von ueberall her lernt man viel ueber sich selbst und ueber die Arbeit. Man bekommt neue Ideen, Impulse und Sichtweisen beigebracht und aufgezeigt.

Natuerlich gibt es noch mehrere Gruende, die in die alles umfassende Antwort miteinfliessen:

Wenn man in New Romney nachts am Strand steht, kann man zwei Leuchttuerme sehen. Zur rechten erkennt man den beruehmten Leuchtturm von Dungeness und zur linken sieht man das South Foreland Lighthouse von Dover. Man hat das Gefuehl direkt in der Mitte zu stehen, beschuetzt von zwei grossen lichtspendenden Tuermen und man fuehlt sich vollkommen und zufrieden. Laesst man die Dunkelheit, das Meer und die Tuerme auf sich wirken, dann fuehlt man sich als Teil eines grossen Ganzen.

Internship UK befindet sich ziemlich genau in der Mitte der Littlestone Road. Am einen Ende ist die High Street mit ihren Laeden und Geschaeften, am anderen Ende liegt das Meer und noch weiter dahinter liegt Frankreich. Im Betrieb selbst gibt es ausserdem noch zwei Hunde: Fiona und Kane. Sie sind die Maskottchen und sorgen fuer Abwechslung. Wenn man an seinem Schreibtisch oder in der Kueche beim Essen sitzt und die Atmosphaere und das freundliche und herzliche Miteinander auf sich wirken laesst, dann fuehlt man sich ebenfalls geborgen und aufgenommen: Man ist Teil des grossen Ganzen.

Wie ihr seht, fuehlt man sich nicht nur in New Romney, sondern auch bei Internship UK ganz schnell ganz besonders wohl. Diese besondere Verbindung die besteht, werdet ihr sehr schnell bemerken und auch selbst ein Teil davon werden.

Das ist noch lange nicht die komplette Antwort, aber ihr seid herzlich willkommen euch selbst Gedanken darueber zu machen. Wenn ihr als Quizteilnehmer diese Antwort waehlt, dann hoffe ich, dass ihr sie noch vor der Werbepause in aller Ausfuehrlichkeit erklaeren koennt. Ansonsten sehen wir uns in fuenf Minuten wieder.

Julia Stegmaier






View Article  Aus der Sicht eines Hundes

“Gaehn! Oh nein, warum ist es schon wieder so spaet? In fuenf Minuten muss ich ja schon aufstehen...” Jeden Morgen ist es das gleiche, ich bin einfach ein Langschlaefer und hasse fruehes Aufstehen. Zu allem Uebel ist das Wetter hier in England im Herbst nicht besonders freundlich. Da hat man noch weniger Lust aufzustehen als sonst. Jetzt aber los, Fiona wartet schon ungeduldig an der Tuer. Ihr Gesicht sieht so aus, als ob sie denken wuerde: „Meine Guete Kane, steh endlich auf. Es ist jeden Tag das Gleiche mit dir!“ Los geht‘s!

Auf dem Weg zur Arbeit, mache ich mir Gedanken ueber meine heutigen Ziele. Bei uns in der Firma arbeiten fast ausschliesslich internationale Praktikanten, die hier ihr studienrelevantes Praktikum absolvieren. Heute will ich 90% der Praktikanten in gute Laune versetzen und somit motivieren ihre Arbeit schnell und sorgfaeltig zu erledigen. 90% ist ein hohes Ziel, aber ich bin mir sicher, dass ich meine Mission erfuellen kann, denn heute fuehle ich mich besonders gut.

Im Buero angekommen, begruessen wir zuallererst Hollie und Raman aus England, die gerade beim Fruehstueck sitzen. Wir sind bereits gut befreundet und sie kraulen uns den Nacken. Wahrscheinlich liegt es daran, dass wir diesselbe Muttersprache (Englisch) haben. Die meisten der Praktikanten kommen aus ganz Europa und von weiter her.

Doch dann oeffnet sich die Tuer und ploetzlich kommen lauter neue Menschen herein, die ich noch nicht kenne. Ich bin verwirrt, ist denn heute schon wieder “Ankunftstag”? Tatsaechlich, heute kommen 5 neue Praktikanten aus Deutschland, Frankreich und Spanien an. Sie alle werden unterschiedlich lange bleiben: 6 Wochen, 2 Monate, 6 Monate. Freudig laufe ich auf sie zu, wedle mit meinem Schwanz und sage:” Wau! Wauwauwauuuu.” Fiona schnuefelt an ihnen, um sich ihren Geruch einzupreagen. Ein Maedchen unter ihnen weicht uns aus, vielleicht hat sie Angst vor Hunden oder vielleicht versteht sie uns einfach nicht. Doch der Rest scheint froh zu sein, nicht nur nette Menschen, sondern auch nette Hunde kennenlernen zu duerfen.

Die Zusammensetzung unseres Teams veraendert sich staendig, denn immer wieder kommen und gehen die Praktikanten. Manche bleiben fuer laengere Zeit, doch am Ende gehen sie alle wieder zurueck in ihr Heimatland und nehmen viele Erfahrungen und neue Erkenntnisse von ihrem Praktikum hier in England mit.

Aber nun wird es Zeit, dass ich mit der Arbeit anfange! In den Morgenstunden habe ich mir vorgenommen Fatima, Jihan, Khalid und Julia im Marketingbuero zu motivieren. Also versuche ich sie mit allen Mitteln zu unterhalten: Ich renne an ihnen vorbei und staube ein Streicheln ab, ich springe uebermuetig herum, spiele mit Fiona und tue alles um ein kleines Laecheln auf den Gesichtern zu sehen. “Wauwauwau” und schon sehen sie gluecklicher aus. Denn ich weiss ganz genau, dass sie in einer entspannten Atmosphaere besser arbeiten koennen.

Nicht nur das Team, sondern auch ich versuche alles, um ein angenehmes Arbeitsklima zu schaffen. Da heisst es nicht nur PMA (Positive Mental Attitude) fuer die Menschen, sondern auch fuer die Hunde! Jeder traegt seinen Teil zum guten Gelingen der Projekte bei.

Nachdem ich mich einige Stunden damit beschaeftigt habe, gibt es Mittagessen. Die Praktikanten gehen in die Kueche und auch ich bekomme mein Essen. Lecker!!!

Nachmittags geht es gleich weiter. Nach dem Essen sind alle traege, dehalb ist nun Bewegung angesagt. Gluecklichweise gibt es im Buero einige Spielsachen. Mit Hilfe des Tennisballs oder der Gummispielzeuge schaffe ich es eigentlich immer, dass Thomas und Benjamin sich ein bisschen bewegen und mit uns beiden spielen. Sie stehen auf, tollen mit mir herum, werfen die Baelle fuer mich und alle haben Spass. Deshalb moegen Fiona und ich die Mittagsstunden ganz besonders.

„Wau! Den Ball hab ich gerade noch so gefangen! Das war super!“ Ploetzlich steht mein Herrchen vor mir und sieht mich boese an. Habe ich mich zu laut gefreut? Habe ich jemanden gestoert? „Sitz Kane, sitz. Bleib hier. Fiona, Kane, bleibt!“ Herrchen sieht mich ernst an und befiehlt mir, mich von nun an ruhig zu verhalten, da Sara, Tasha und Jan aus dem CRM Buero beim Telefonieren nicht gestoert werden wollen. Ok, das wars dann wohl mit der Bewegung fuer heute.

Manchmal gibt es mittags auch so eine Art Versammlung, die Praktikanten nennen es “Workshop”. Es soll ihnen neue Faehigkeiten und Kompetenzen, die sie fuer ihr Auslandspraktikum benoetigen, vermitteln. Dazu setzen sich der Chef und alle Praktikanten zusammen und reden ueber ein bestimmtes Thema. Manchmal fuehren Benjamin oder Ludovic auch Praesentationen vor. Fiona und ich sind auch meistens dabei und wir sorgen fuer ein wenig Abwechslung. Denn wenn der Hund dabei ist, werden die Menschen gleich menschlicher (Hubert Ries).

So langsam geht der Arbeitstag zu Ende. Die Praktikanten gehen nach Hause und auch Fiona und ich gehen zu guter Letzt. Auf dem Heimweg ueberlege ich mir, was heute alles passiert ist und ich muss sagen, dass ich sehr zufrieden mit dem Tag bin. Heute habe ich sehr gute Arbeit geleistet, denn beinahe alle waren entspannt und PMA. Einmal wurde ich zwar zurechtgewiesen, aber das passiert eben manchmal. Morgen werde ich es noch besser machen. Mein Tagesziel habe ich dennoch erreicht: 90% der Praktikanten und mehr waren sehr engagiert und motiviert.

Jetzt habe ich mir meinen Feierabend aber redlich verdient. Ich werde einen entspannten Abend mit Fiona verbringen und muss mich gut ausruhen, damit es Morgen wieder heisst: Hunde fuers Praktikum - Mission Possible. Wau!


Julia Stegmaier